In der Werbung versprechen die Internetanbieter schnelle DSL-Verbindungen mit hohen Übertragungsraten, doch oft kann dieses Versprechen nicht gehalten werden. Die Übertragungsraten von DSL sind von zwei Faktoren abhängig: Zum einen von der jeweiligen Region, in der der Anschluss geschaltet werden soll, und zum anderen von den Anschlussvarianten, die der Provider anbieten kann. Gerade in ländlichen Gegenden oder in Außenbezirken liegen noch recht alte Kabelverbindungen, welche es technisch nicht ermöglichen hohe DSL-Geschwindigkeiten zu erreichen. In Städten kann eine langsame DSL-Verbindung daran geknüpft sein, dass die DSL-Leitungen durch zu viele Anschlüsse überlastet sind. Viele Internet- und Telefonanbieter nutzen die Netze anderer Anbieter und können deshalb auch nur die Übertragungsraten anbieten, die von diesem Netz zugelassen werden. Internetprovider mit eigenen Leitungen sind unabhängig und können, unter Umständen, höhere Übertragungsraten bieten.
Doch welche Anschlussvariante sollte nun gewählt werden? Das ist immer abhängig vom jeweiligen Verwendungszweck. DSL 2000 ist die Anschlussvariante, die mittlerweile als Minimal-Standard gilt. Eine solche DSL-Verbindung ist ausreichend, wenn nur ab und zu ins Internet gegangen wird und sich der E-Mail-Verkehr und die so versendeten Dateien im überschaubaren Rahmen halten. Die Verbindung über eine DSL-6000er-Leitung ist für einen durchschnittlichen Gebrauch des Internets geeignet. Das Herunter- oder Heraufladen von Daten geschieht in einer passablen Art und Weise, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 6056 Kbit pro Sekunde. DSL 16000 ist mittlerweile vielerorts (vor allem aber im städtischen Bereich) erhältlich. Diese DSL-Verbindung ermöglicht hohe Übertragungsraten von bis zu 16 Mbit/s. Diese empfiehlt sich besonders, wenn der Nutzer sich viel im Internet aufhält, dort Online-Spiele spielt, Musik oder Videos herunterlädt oder IP-TV schaut. Anbieter von Kabel DSL können mittlerweile sogar Anschlüsse über DSL 16000, sprich DSL 25000 und höher, anbieten.
Welche DSL-Verbindungen am jeweiligen Wohnort angeboten werden, kann bei den Anbietern, telefonisch oder im Internet unter Angabe der Postleitzahl und der Straße erfragt werden. Hierbei ist immer wichtig zu wissen: die im Vertrag formulierte Zusicherung einer Übertragungsrate „von bis zu XXX Kbit“ darf nur um 10 % unterschritten werden. Ansonsten hat der Kunde ein Anrecht auf Nachbesserung oder kann von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.
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